Das Ingenieurbüro Gürtler hat in Bürogemeinschaft mit PlannIng GmbH den Zuschlag über die Tragwerksplanung / Genehmigungsplanung LPH 1 – LPH 4 erhalten und in kürzester Zeit in Abstimmung mit dem Prüfingenieur das Tragwerk dieser deutschlandweiten einmaligen Sonderkonstruktion entwickelt.Hierzu wurden verschiedene statische / mechanische und dynamische Lastuntersuchungen zur Bemessung durchgeführt.Diese Halle wird in 2 verschiedenen Höhenebenen mit verschiedenen Schwerlastkränen bis 400 t genutzt.Mit Abschluss der Genehmigungsplanung hat der Auftraggeber Hitachi die Arbeiten bundesweit ausgeschrieben. Ein Generalübernehmer bearbeitet die Leistungsphase 5 TWP weiter.Der Generalunternehmer führt ab LPH 5 seine Bewehrungsplanung fort und setzt das Bauvorhaben nach Bauvorschrift um.Die Gürtler Ingenieure GmbH & Co. KG hat mit der PlannIng GmbH in 9 Monaten eine leistungsfähige, abgeschlossene Genehmigungsplanung für den einmaligen Prozess erstellt.
Nach intensiver konzeptioneller und analytischer Arbeit sowie einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit der Philosophie des Tragwerksentwurfs konnten wir das optimale Tragwerkssystem für eine derartige Industriehalle in der Bundesrepublik Deutschland entwickeln.Die Grundlage des Tragwerksentwurfs bildeten nichtlineare, numerische Analysemodelle, die eine realitätsnahe Abbildung des statischen und dynamischen Tragverhaltens ermöglichten.Dadurch konnten die maßgebenden Strukturmechanismen und Wechselwirkungen präzise beurteilt und die Tragsicherheits-, Gebrauchstauglichkeits- und Robustheitsanforderungen überprüft werden – mit dem übergeordneten Ziel, ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit, Redundanz und struktureller Integrität sicherzustellen.
Im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs beim Betonwerk Heinrich Hachmeister Andernach GmbH hatten wir die Gelegenheit, die Ergebnisse unserer Arbeit in der Praxis zu begutachten.Die massiven Stützen einer großflächigen Produktionshalle wurden dort gefertigt und anschließend im Hafen von Andernach zwischengelagert, bevor sie per Schiff und Pontons zur Baustelle nach Bad Honnef transportiert werden.Was auf unseren Konstruktionsplänen noch als Zeichnung in maßstäblicher Form vorlag, sind in der Realität Bauteile mit einem Einzelgewicht von bis zu 145 Tonnen – nach aktuellem Kenntnisstand die bislang schwersten in Deutschland gefertigten Fertigteilstützen.Es ist faszinierend zu erleben, wie sich unsere statische Idee – ausgehend von hohen Anforderungen in theoretischen Modellen und Berechnungen – Schritt für Schritt in ein reales Bauwerk verwandelt.
